Carmens Hundeschule

OEC 2011- Gimli in Dänemark

 

Samstag, 22.10.
08.30 Eröffnungszeremonie, in alphabetischer Reihenfolge marschieren die Teams in den Ring, dazu die Nationalhymnen, Horst trägt unsere Fahne voraus. Feierlich!!
09.00 Der White Dog startet, bei dem sich die Richter einarbeiten möchten. Dann geht´s ratzfatz, der erste Starter ist im Ring.Die Bewertung kommt 1 Starter später, übrigens erfahren wir genau, welcher Richter wieviel Punkt egegeben hat, und wir finden das alle sehr gut. Auch die rasche Angabe der Punkte macht den Wettbewerb eher spannend, man guckt bis zum letzten Starter zu.

Ich schaue gespannt zu, bis Nr 10 im Ring ist, dann fällt mir ein: Ich bin Nr 13!! Rausflitzen. Gimli holen, kurz Gassi, gerade rechtzeitig im Vorbereitungsring, das war knapp.
Gimli ist wach, lustig, und ein klein wenig Gaga nach seinem Jackpot, aber ich bin sehr ruhig, juhu!! Ich hatte mich bewußt für eine ganz einfach Heelwork Routine entschieden, denn ich wollte Gimli keinen Streß mit halbfertigen Sachen machen. Meine Freestyle Choreo für die Crufst ist noch in Arbeit, und 4 Wochen Zeit für eine Heelwork- Routine ist schon etwas knapp, zumal Gimli davon 2 Wochen krank war. Also lieber einfach, aber sauber.

Mein Ziel war, daß ich selbst den Wettkampf relaxed angehe und durchziehe, das Ergebnis war mir dabei nicht soo wichtig. Zumal wir beim ersten Heelwork Start gleich auf internationalem Parkett überhaupt keine Vorstellung von den Anforderungen hatten, es gibt ja in Deutschland noch kein Heelwork Reglement.

Gimli ging am Start leicht verzögert mit, dann war er aber sehr aufmerksam und fröhlich,. er warf seine Beine und hatte wirklich Spaß, ich auch. Manchmal war ich mit der Signalgebung etwas hinterher, wenn es zu spät für ein Wortsignal war, mußte ich eben ein Handzeichen nehmen. Es klappte alles ganz gut, und am Ende schickte ich ihn aus der Hinten-Quer Position nach vorne , er flitze auch los, warf sich brav am Richtertisch zu Boden und wartete. Die Richter guckten ganz erstaunt und etwas aufgeregt, ich gab Signal für die Schlußpose, die Gimli etwas abwandelte, der Blitz. Statt über mich drüber zu springen und dann über mein Schulter zu gucken, sprang er mir auf den Rücken. Ich war happy, alles gut gelaufen, ein paar nette Damen vom Terrierklub Dänemark umringten uns, Teamchef Horst kam zufrieden hinzu... und die Richter diskutierten?? Mein Ergebnis: 17,20.

Zufrieden schaute ich die Punkteaufteilung an, von hinten nach vorne. ( Die Kriterien nur in Kürze)
Musikwahl und Interpretation: R 1 8, Ri 2, 8,9 Ri 3 7 Punkte. Hat m,ich sehr gefreut, daß ich offenbar die richtige Musik für Gimli ausgewählt hatte, Pulce di Aqua von Angelo Branduardi
Schwierigkeitsgrad: Ri 1 3, Ri 2 3,4 Ri 3 4,1 Punkte, ok, mir war ja vorher schon klar gewesen, daß ich zwar alle Fußpositionen hatte, aber nichts besonders aufregend ausgebaut hatte.
Interaktion: Ri 1 8,2 Ri 2 4,5 Ri 3 4,5. Da stutze ich dann doch, wie kommt so ein Unterschied? was hatte ich denn falsch gemacht?

Ich fragte in der Pause nach und es wurde mir sehr ruhig erklärt. Ich hatte mit der letzten Übung die Distanz von 2 m überschritten, Gimli lief ja voraus. Erst dachten die Damen, er wäre außer Kontrolle, dann erkannten sie meine Signale.  Aber trotzdem, zwei Richtern hat das natürlich nicht gefallen,   erstens der Übergang zum Vorlaufen nicht klar als gewollt erkennbar, und dann natürlich der Regelverstoß. Na dann, wird mir nicht wieder passieren, aber es tat meiner Freude keinen Abbruch, ob ich nun 17 oder 18 oder 20 Punkte hab, ich war mit uns rundum zufrieden.
 Unser junges Heelworkteam kam sicher durch,  wir waren sehr zufrieden mit unsern Hunden.
Wir merken schnell, daß sich unser deutsches Heelwork auf einem ganz anderen Level bewegt. Wie Klasse 2 Starter in einer international besetzten Klasse 3 waren wir. Meine Güte, ich wußte nicht, daß Heelwork so aufregend sein kann. Manche Routines auf DVDs waren langatmig und so trocken, aber hier: WOW! Die Leute tanzten, als hätten sie Flügel, wirklich wahr, udn ihre Hunde reagieren so schnell, sauber, so vielfältige Wechsel und Übergänge, dazwischen immer wieder Stops und dann Blitzschnelle Sprints, das war ein Traum.

Um auf internationalem Niveau mithalten zu können, werden wir noch einiges arbeiten müssen, aber eine schöne Routine ist es auch wert.

Alle Ergebnisse, Infos und viele Videos findet ihr hier:http://oec2011.wordpress.com/

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